Scheidung München


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Im Vierten Buch des BGB ist das Familienrecht Deutschlands als ein Teil des Privatrechts geregelt. In der Ausgestaltung dieses Rechts ergibt sich eine staatliche Verpflichtung, da Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz des Staates stehen. Das Familienrecht regelt aus diesem Grund im Eherecht einerseits, wie eine Ehe geschlossen und geschieden wird, andererseits aber auch die persönlichen und vermögensrechtlichen Folgen der Ehe. Neben den soeben erläuterten Teilbereichen umfasst das Familienrecht auch noch weitere Bereiche wie das Recht der Verwandtschaft und der Schwägerschaft sowie das Vormundschaftsrecht, die Betreuung und die Pflegschaft.

Auf Grund der sich ständig ändernden Lebensverhältnisse und dem Grund, dass sich das verfassungsrechtliche Verständnis im Laufe der Jahre ändert, ist das Familienrecht einem stetigen Wandel unterworfen. Beispielsweise wurden Alleinerziehende , Geschiedene und Wiederverheiratete mit Stiefkindern vor nur wenigen Jahren noch nicht als Familie bezeichnet. Vielfältige Familienstrukturen wie soeben erläutert, werden heute hingegen als Familie anerkannt und als solche auch in Rechtsnormen berücksichtigt.

Versorgungsausgleich

Versorgungsausgleich

Während einer Ehe erwirbt jeder berufstätige Ehegatte Anwartschaften für die spätere Rente. Hat ein Ehepartner in der Ehe nicht gearbeitet, weil er sich um gemeinsame Kinder und/oder um den Haushalt gekümmert hat, hätte er im Alter eine niedrigere Rente zu erwarten, da er in der Ehe keine Anwartschaften ansammeln konnte. Um diese ungleiche Rentenaufteilung auszugleichen, gibt es im Familienrecht den sogenannten Versorgungsausgleich.

Wann der Versorgungsausgleich durchgeführt wird

Mit der Scheidung im Scheidungsverfahren, nach dem erfolgreichen Trennungsjahr, wird auch gleichzeitig der Versorgungsausgleich durchgeführt. Dabei bedarf es keines Antrages – das Gericht tut dies mit der Scheidung automatisch.

Der Versorgungsausgleich umfasst jede Art von Altersvorsorge, die eine monatliche Auszahlung vorsieht. Dies ist beispielsweise bei der gesetzlichen Rentenversicherung der Fall. Aber auch die private Rentenversicherung oder die betriebliche Altersvorsorge werden beim Versorgungsausgleich berücksichtigt.

Die Höhe der bei diesen Versicherungen erworbenen Rentenanwartschaften hängt dabei von mehreren Faktoren ab. Die Dauer und Höhe der Einzahlung ist hier beispielsweise entscheidend. Bei Beamten wird darüber hinaus das Dienstzeitalter berücksichtigt.

Wie der Versorgungsausgleich berechnet wird

Bei der Scheidung – in München wie auch im Rest von Deutschland – werden bei allen Rentenkassen Auskünfte über die Höhe der erworbenen Rentenansprüche jedes Ehepartners eingeholt.

Die Rentenansprüche beider Ehepartner, die in der Ehe erworben wurden, werden zusammengezählt und halbiert. Jeder Ehepartner erhält dann gleich viele Rentenanwartschaften. So wird verhindert, dass der Ehepartner, der sich um Haushalt und Kinder gekümmert hat, schlechter gestellt ist als der aktiv in die Rentenkasse einzahlende Ehepartner.
Nach der Halbierung der in der Ehe erbrachten Rentenanwartschaften wird jeweils eine Hälfte auf das Rentenkonto der Ehepartner übertragen. Es gibt keine Barauszahlung.

Versorgungsausgleich – Versorgungsausgleichsgesetz (VersausglG)

Das Versorgungsausgleichsgesetz ist der Hauptpunkt des neuen Strukturreformgesetzes des Versorgungsausgleichs. Es ist am 1. September 2009 in Kraft getreten und soll neben der Modernisierung des Familienrechts und der Unterhaltsreform für mehr Transparenz sorgen.
Anders als beim davor gültigen Gesetz werden mit dem neuen Versorgungsausgleich auch Kapitalleistungen von Betriebsrenten oder privater Altersvorsorge berücksichtigt.

Neben den Fragen des Versorgungsausgleichs im Rahmen einer Scheidung berät Sie Ihr Fachanwalt für Familienrecht auch zu den Themen Ehegattenunterhalt, Umgangsrecht und Sorgerecht.



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